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Es mahnt uns der April

April, April, der weiß nicht, was er will.
Mal Regen und mal Sonnenschein,
dann fängt es wieder an zu schneien...
April, April, der weiß nicht, was er will.

Dicke flaumige Schneeflocken fallen stumm auf die schon blühenden Bäume herab. Frau Holle schüttelt ihre Betten noch mal kräftig aus. Ein Schrecken für den Obstanbau. Und die Erinnerung daran: im April ist es noch nicht vorbei. Noch sind die Winterkräfte da, auch Anfang Mai gab es schon Schnee. Das erinnert uns daran: Freut euch auf den Frühling, aber seid nicht euphorisch. Setzt eueren leuchtenden Augen und losstürmenden Gemütern und Händen und Füßen immer ein bisschen Realismus entgegen. Alles Neue muss sich erst beweisen. Und jede neue Entwicklung braucht ihre Zeit. Noch ist die Zeit der Langsamkeit.
Oder wie mein Großvater sagte: "Sähst du mich im April, dann kumm i, wann i will. Sähst du mich im Mai, dann kumm i glei."