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Rückzug nach Innen

Kaum Herbst, und schon ist die erste Erkältung eingefangen. Seit gestern drehen wir im Badezimmer die Heizung auf. 
Noch in dieser Woche folgt der Wechsel. Tag und Nacht werden gleichlang. Dann dominiert die Nacht den Tag für ein ganzes halbes Jahr. Spaziergänge in Wald und Flur sind nicht mehr so sehr von Freude geprägt, von Leichtigkeit und Frohsinn. Vielmehr fühlt es sich wie ein sattes Auftanken an, in dieser Jahreszeit draussen zu sein. Ein tiefes bewusstes Einatmen und Erblicken des Erschaffenen in diesem Jahr. Und das unausweichliche Auseinandersetzen mit Vergänglichkeit. Struktur wird wieder sichtbar: das Geäst der Bäume, Rankgitter, Zäune und Mauern. Wir gehen nach innen und das nicht nur räumlich gesehen.