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Mut und Achtsamkeit im Vorfrühling

Noch ist Frost. In der letzten Woche war es bitterkalt. Dann: Gestern, schaute für ein paar Stunden die Sonne heraus.

Auf einmal war wieder Lachen in den Straßen. Spielende Kinder und gefüllte Parkbänke. Heute kühlte es merklich ab. Schnee ist angesagt. Doch die Frühjahrsblüher stehen in den Startlöchern. Kornelkirschen recken ihre Pionier-Blüten in den Himmel und verbreiten ihre Botschaft: "Ich mache den Beginn, auch wenn andere noch zögern."

Was ist richtig in diesen Tagen: Loslegen, oder doch noch still halten?

Zu viel Frühlingsmut endet oft mit einer dicken Erkältung im Bett. Doch so ganz wollen wir uns nicht mehr Drinnen halten.

Achtsamkeit ist angesagt: genaues Hinschauen. Täglich angepasste Kleidung auf den stetigen Wechsel. Rausgehen, doch noch mit Vorsicht.

Für Projekte und neue Unternehmungen heißt es jetzt: Vorfreude leben und pflegen, aber die Vorsicht nicht vergessen! Allzuoft sprinten wir zu dieser Zeit einen Tick zu rasch los. Wir wollen das Neue wagen, können schon spüren, wie es sich anfühlen wird - und werden doch noch gebremst. Das alte Jahr ist oft noch nicht ganz ausgewertet. Bevor es richtig losgeht, fehlt der Frühjahrsputz: in unseren Häusern,in unseren Gärten,  in unseren Körpern (es ist Fastenzeit) und in unseren Unternehmungen.

Es ist die Zeit, aufzuräumen und den "alten Herbst" noch zu entfernen.

Aber eines ist sicher: bald geht es so richtig los.

 

In der Küche ziehen wir Keimsprossen: Kresse und Sprossen von Radieschen, Alfalfa und Mungobohnen gedeihen wunderbar. Keime von Buchweizen haben wir in ein Brot gebacken. So kommen kulinarische Frühlingsgefühle auf: Kräuterrahm- und Sprossensalat  zaubern frühlingshafte Farbenfreude und das noch warme Brot wärmt den noch winterkalten Bauch.