Anleitung zum Sinnesspaziergang


Ihr möchtet Sinnesspaziergänge selbst ausprobieren? In euren Alltag integrieren? Dies ist ganz einfach.

Probiert es einmal aus. 

Hier sind ein paar unterstützende Hinweise, die euren Sinnesspaziergang zu einer wahren Kraftquelle werden lassen. 

 

Für einen geführten Sinnesspaziergang wendet euch gern an mich.

1. Setting

Wenn du dich von selbst mit der Praxis der Sinnesspaziergänge vertraut machen willst, so starte am besten allein

Spaziere zunächst durch vertrautes Terrain, bevor du dich in unbekannte Gegenden wagst. Wo fühlst du dich sicher? In der Stadt? Im Wald? Am Fluss? ...? Starte mit einer Zeitspanne, in der du die Aufmerksamkeit auf deine Umgebung gut halten kannst. Das können zunächst nur 10 oder 15 Minuten sein. 

Sammele nichts, was du nicht kennst. Reiße keine Blätter, Blüten, oder andere Pflanzenteile einfach so ab. 

Und sorge gut für dich: Trage angemessene Kleidung und nimm dir evt. eine kleine Decke, ein Kissen und etwas zu Trinken mit.

 

2. Sinne

Sinnesspaziergang heißt zunächst: Schweigen

Versuche, deine Aufmerksamkeit ganz auf das Hier und jetzt zu lenken. Wer ein wenig Meditations-Erfahrung hat, ist klar im Vorteil. Denn: versuche, deine Gedanken nur auf das zu lenken, was da ist. Was siehst du? Was hörst du? Was riechst du? Was fühlsdu? 

Bewerte nichts. "Ein Baum. Die Rinde fasst sich rauh und warm an. Riecht nach..." 

Falls deine Gedanken abdriften, du dich gedanklich in deinen Sorgen wieder findest, im Gestern, oder Morgen oder im Nachher: Sei sorgsam mit dir und hole dich zurück. Was ist Hier, Was ist Jetzt? Hole dich sanft zurück. Dies kannst du z.B. am leichtesten, indem du dich auf deinen Atem konzentrierst, oder deine Aufmerksamkeit auf etwas Schönes lenkst, das dir begegnet.

3. Sammeln

Sinnesspaziergänge dienen dem Sich-leeren von Ballast und dem Sammeln von Licht, frischer Luft, neuer Energie.

Du kannst darüber hinaus aber noch viel viel mehr sammeln: Eindrücke, Wildkräuter, Beeren und Früchte, bestimmte Muster oder Bilder. Wo findest du zB. Herzformen in der Natur? Welche Farben hat der Frühling? Was begegnet mir alles, das Stacheln hat? 

Wer bereits sehr geübt ist, sammelt "Botschaften": Welche Pflanzen sprechen mich besonders an? Welche Tiere begegnen mir? Was liegt in der Luft...? Welche Jahreszeiten-Qualiät spüre ich? Hierzu werde ich nach und nach noch mehr berichten, denn ich bin überzeugt: Die Natur liefert uns Antworten auf all unsere Fragen. Wir müssen nur wieder lernen, ihr zuzuhören.