Rezepte im Erstfrühling


bärlauch-pesto

Ob klassisch mit Pinenkernen, oder "einheimisch" mit (selbst geknackten) Walnüssen: Bärlauch vertreibt den Winterschlaf und die Frühjahrsmüdigkeit!

Ich nehme ca 2 Hände von frisches, gewaschenes und trocken getupftes Bärlauch-Kraut, zerschneide dieses grob mit einem Messer und gebe es in einen Mixbecher. Hinzu kommen ca 1 Hand voll frisch in einer fettfreien Pfanne geröstete und abgekühlte Walnüsse und ein gutes Öl, so viel, dass das Kraut zu ca. 3/4 bedeckt ist. Klassisch nehme ich Olivenöl, aber auch Distelöl eignet sich gut, oder eine Kombination aus Sonnenblumenkernen und einem Sonnenblumenöl. Ich mixe das Pesto mit dem Pürierstab. Den Standmixer nutze ich nur für größere Mengen. Salz gebe ich keines, oder nur ganz wenig hinzu. Am besten das Pesto ganz frisch zubereiten und gleich genießen! Im Kühlschrank hält es sich in fest verschlossenen Gläsern bis zu ca. 4 Wochen.



Brennnessel-wasser

Überraschend frisch!

Einfach frische junge gewaschene Brennessel-Spitzen mehrere Stunden in einen Krug mit kaltem Trinkwasser legen. Die Brennnesseln herausnehmen und das Wasser genießen. Dekoriert mit ein paar Veilchenblüten auch optisch erquickend! 



"Brennnessel-matsch" mit spiegel-ei

Das Frühjahrs-Lieblingsgericht meiner Tochter.


Zutaten:
1/2 kg mehlig kochende Kartoffeln
etwas Butter oder Öl 
2 Hände voll frische Brennnesselspitzen ( oder 1 Hand voll Brennnesseln und 1 Hand voll Kettlabkraut)
1 mittelgroße Zwiebel
Salz, Pfeffer, Muskat
*
Eier und Gewürze für das Spiegel-Ei
 
Kartoffeln schälen, kochen und mit etwas Butter oder Öl zu Püree stampfen.
Brennnesseln (und Klettlabkraut) waschen, leicht trockentupfen, in einem Topf Zwiebel anbraten, Brennnessel dazugeben, wie Spinat kurz einsacken lassen und mit wenig Wasser aufgiessen, pürieren, salzen und etwas pfeffern - wer mag, gibt noch Muskat hinzu.
Dann den Brennnesselspinat unter das Püree heben. Schön "grün-weiß-marmoriert" sieht es aus, wenn ihr diesen nicht ganz unterrührt. 
Dazu passen z.B.:
geröstete Samen wie z.B. Buchweizensamen als Topping
knusprig gebratenes Spiegelei
oder gebackener Haloumi 


brennnessel-chips

Wir lieben sie am Lagerfeuer!
Wir stellen eine geschmiedete Pfanne in die Glut, geben etwas Bratöl oder
Kokosfett hinein und dann die geschwaschenen, trockengetupften frischen Brennnesselbläter.
Kurz knusprig rösten, dann leicht salzen - schon fertig!
Die Überraschung: unerwartet kross und tatsächlich ein bisschen wie Chips. Yam! 
(Das funktioniert prima auch mit Giersch, oder italienisch mit Salbeiblättern - 

 

diese sind jedoch besser als Beilage und Zugabe, einfach pur ist Brennnessel unschlagbar!)


grüne Neune

Der Gründonnerstags-Klassiker, der den Winter vertreibt. Nachfolgend in drei verschiedenen Variationen mit je 9 frischen unterschiedlichen Erstfrühlingskräutern. 


Zutaten:

1) Klassisch: Brennnessel als Hauptzutat, dazu Klettlabkraut, Giersch, Löwenzahn, Spitzwegerich, Gundermann, Weissdornblättchen, Vogelmiere, etwas Bärlauch.
Obenauf: Brennnesselchips und Wiesenschaumkrautblüten
 
2) Frisch: Klettlabkraut als Hauptzutat, dazu Junge Lindenblätter, Sauerampfer, Giersch, Spitzwegerich, Weissdornblättchen, junge Beinwellblätter, Kerbel, etwas Löwenzahn.
Obenauf Blütendekoration aus Gänseblümchen, Veilchen, Vogelmiereblütchen, Löwenzahnblütenblätterm etc.
 
3) Bär(inn)enkraft: Bärlauch als Hauptzutat, dazu Wiesenlabkraut, Löwenzahn, Brennnessel, Vogelmiere, Spitzwegerich, Frauenmantel, Giersch, Gundermann.
obenauf: gehackte Knoblauchrauke (sollte nicht mit gekocht werden) und geröstete Sonnenblumenkerne


Jeweils dazu ca. 1/2 große - 1 mittelgroße Zwiebel
Öl zum Anbraten
(Quell-)Wasser
Sahne (Saure Sahne, Süße Sahne, Hafer- oder Soja-Cusine)
Gewürze (gutes Salz, Pfeffer)
 
evt. Blüten, gehackte geröstete Samen oder in Öl ausgebackene Brotwürfel als Topping
 
Zubereitung:
Zwiebel hacken, Kräuter waschen und grob hacken.
In einem Topf oder im Kessel auf dem Feuer das Öl erhitzen, Zwiebel zugeben und glasig dünsten, danach die Kräuter hinzugeben, mehrmals schwenken, dann mit etwas Wasser aufgießen. Das Wasser etwas einkochen kassen, mehr Wasser zugeben, so dass die Kräuter gut bedeckt sind. Zgedeckt ca 10 min köcheln lassen. Danach pürieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Suppe von der Feuerstelle nehmen und gewünschten Rahm unterrühren. 
 
Wunderschön zur Dekoration sind Wiesenschaumkrautblüten (als Pfeffer-Ersatz). Aber auch gebratene Gänseblümchenknospen oder knusprig gebratene Brennnesselchips geben eine besondere Note.
 


Kräuter-ostereier

Zutaten
Rohe oder gekochte Eier (je nach Färbemethode)
1 neue oder gewaschene Feinstrumpfhose 
Schnur oder Bindfaden
Essbare Wildkräuter zB Giersch, Kerbel, Sauerampfer, Brennnessel, Labkraut, Waldmeister
Eierfarben
Eierkarton zum Abtropfen lassen 

Ihr schneidet die Füße von der Strumpfhose ab und teilt die restliche Strumpfhose in Stücke, so dass diese ausreichend sind, davon ein kleines Eiersäckchen zu binden.
Ihr bindet jedes Stück an einem Ende zu und steckt die Eier hinein. Jetzt gebt ihr die Kräuter vorsichtig aufs Ei, so dass diese ein schönes Muster ergeben und bindet das andere Ende des Säckchens zu. Beim Zubinden verschieben sich die Kräuter oft. Meist macht das nichts, aber besser ist es, diese gut aufzufächern, dann entstehen schönere Muster. Probiert es einfach aus.

Färbt die Eier wie gewohnt mit samt der Strumpfhose und den Kräutern. Ich nehme meist Natureierfarben, die mit dem Ei gekocht werden, Das geht sogar mit den Kräutern (Siehe Fotos).