Herbstliche Säfte und Buntes Apfel - und Birnenmus (Ohne Zucker)

Herbstliche Muttersäfte:

Im frühen Herbst kommt unser Dampfentsafter zum Einsatz: Wenn es draussen abends kühler wird, ist solch ein Gerät auf dem Herd wie eine kleine "Zusatzheizung".

Aus Holunderbeeren, Weintrauben, Kornelkirschen und Sanddorn gewinnen wir wunderbaren "Muttersaft".

 

Die geernteten Früchte werden von den Blattstielen befreit und gut gewaschen und in das Sieb des Entsafters gegeben. In älteren Rezepten wird hier die Zugabe von Zucker empfohlen, der auch den Entsaftungsvorgang beschleunigt. Ich verzichte darauf, denn Zucker nehmen wir alle meist mehr als zur Genüge zu uns.

 

Das Entsaften dauert eine ganze Weile. Ca. 3 Stunden z.B. für Holunderbeeren. Dafür ist der mit dem Entsafter hergestellte Saft auch ein reiner "Muttersaft" und nicht verwässert.

 

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Das Fruchtmus:

Ich habe mir angewöhnt, verschieden farbige Frucht-Muse für den Wintervorrat zu kochen, indem ich Äpfel oder Birnenstücke in den oben beschriebenen Muttersäften weich koche (ca. 1 Teil Saft auf 4-5 Teile Früchte), das Ganze fein püriere und noch ganz heiß in durch Abkochen sterilisierte Twist-Off-Gläser fülle.

 

Das sieht nicht nur wunderbar aus, sondern enthält dann auch besonders viele Vitamine und ist superfruchtig und lecker!

 



Klassischer Zwetschgen- (oder Apfel-) Kuchen mit und ohne Streusel

In unserer Familie hat jede/r seine Vorlieben: Ob Zwetschgenkuchen mit Streusel, oder ohne, oder doch lieber Äpfel, statt Zwetschgen...?

Wir machen es uns einfach und alles auf ein Blech. Und testen uns durch alle Varianten.

 

Das Rezept des Hefeteiges entstammt einem uralten Thüringer Backbuch. Das Tolle daran: es kommt ganz ohne Zucker aus, nur Honig wird verwendet - und durch den Quark wird der Teig samtweich. Ich machen diesen Hefeteig seit Jahren nach Gefühl. Die Mengenangaben sind daher Erfahrungssache und variieren je nach verwendeter Mehlsorte etwas. Faustregel: der fertig gegangene Teig fühlt sich beim Kneten ganz weich an und bleibt dennoch gut in Form.

 

Zutaten: (für ca. 1 Blech)

 

500 g Mehl (für feinen klassischen Kuchen 550er Weizenmehl, ich verwende aber auch gerne 1 Hälfte Weizen /  1 Hälfte Dinkelmehl)

ca 200 ml Milch

1 Würfel (Bio)Hefe

2 EL Honig

2 EL Quark (Topfen)

ca. 50 g Butter

1 Prise Salz

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Für die Streusel:

125 g Butter

250 g Weizenmehl Typ 550

125 g Rohrohrzucker

1 Prise Zimt

 

Für den Kuchen ohne Streusel:

2 EL neutrales Öl (zB. Bio-Bratöl)

2 EL Zimt-Zucker-Mischung (oder für einen komplett zuckerfreien Kuchen Zimt-Xylit)

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Zubereitung:

Das Mehl in eine Schüssel geben, in der Mitte eine Mulde eindrücken. Die Milch lauwarm (nicht heiß!) erwärmen.

In einer kleinen Schüssel Hefe und Honig verrühren, bis die Hefe im Honig geschmolzen ist. Milch zur Hefe-Honig-Masse geben. Diese Mischung in die Teigmulde schütten und vorsichtig mit einer Gabel nur etwas Mehl mit der Milch-Hefe-Honig-Mischung verrühren. Zugedeckt dieses so genannte Hefestück ca. 20 min gehen lassen. 

Danach Butter, Quark und Salz dazu geben und alle Zutaten gut verkneten (Wer mag, kann gute Wünsche an die Liebsten in den Teig kneten ;). 

Den Hefeteig ca. 60 min zugedeckt und warm gehen lassen.

 

Währenddessen das Obst vorbereiten: die Zwetschgen halbieren, entkernen und an den Spitzen mit einem Messer einschneiden.

 

Den Teig nach dem Gehen noch einmal gut durchkneten. Wenn der Teig zu weich ist, etwas Mehl hinzu geben. 

Auf ein gefettetes, oder mit Backpapier ausgelegtes Blech den Teig gleichmäßig ausrollen, oder ausziehen und mit einer Gabel einstechen. Noch einmal 10 min stehen lassen.

 

Dann den Teig mit den Früchten belegen.

 

Aus den Streusel-Zutaten schön krümelige Streusel formen. Wenn diese nicht richtig kleben, mehr Butter hinzugeben, wenn sie zu weich sind, etwas Mehl.

 

Den Kuchen mit den Streuseln bedecken (oder wie im Bild nur zur Hälfte).

 

Ca 40-60 min bei Umluft 175 Grad im Backofen backen.

 

Den Teil ohne Streusel sofort nach dem Backen mit Öl beträufeln und mit Zimt-Zucker bestreuen.

 

GUTES GELINGEN!

Der fertige Hefeteig: samtweich und doch formstabil beim Eindrücken.

Die vorbereiteten, entsteinten und eingeschnittenen Zwetschgen.

Das Blech vorm Belegen..

Ein kleines Stück mit Äpfeln - für die Apfelkuchen-Fans (oder umgekehrt, wer mag...?)

Der fertig gebackene Patch-Work-Zwetschen-Apfel-Kuchen mit und ohne Streusel. Für alle was dabei!

 

Dazu schmeckt Schlagobers (-sahne) mit etwas geriebener Zitronenschale.